Sonntag, 28. November 2010

Neues von der Wildsau-Front

Es war fast untergegangen. Der Wildschweinkrieg, der mitten unter uns tobt und immer neue Opfer fordert.
Aber die Aufregung um S21, den Castor und die Terrorwarnung ließen das in den Hintergrund treten, zumal im Rahmen der verschärften Sicherheitsmaßnahmen das Hauptkriegsgebiet Rheinland-Pfalz erst recht abgeschottet werden konnte.

Denn der Krieg ist längst total versaut. Die WISBAD (WIlde Sau Befreiungs-Armee Deutschlands) ist zu Guerillataktiken übergegangen.
Wie jetzt bekannt wurde gab es einen Kamikazeangriff einer Wildsau in Höhr-Grenzhausen. Es gab eine Verletzte und Sachschaden. Glücklicherweise war die Polizei im Zuge der Terrorwarnung ja schwerer bewaffnet als sonst und konnte sofort das Feuer eröffnen.

Für die Sau endete das natürlich böse. Die WISBAD gab sich in einem ersten Bekennerschreiben aber weiter kämpferisch:
"Wir werden weitersauen, totaler und radikaler, als jemals gesaut wurde! Sieg Grunz!"

Das Kondomformular powered by Paramantus

Erwähnte ich, daß ich zum schießen gerne www.paramantus.net rumstöbere? Ich mag den Humor von dem Burschen. Außerdem ist er ein treuer Gast in der Taverne.

Jetzt hat Paramantus den Vatikan bei der Liberalisierung unterstützt und bietet das Kondomformular an, damit jeder Gläubige sich bestätigen lassen kann, daß der Präservativ-Einsatz göttlicherweise rechtens ist:

Kondomformular

Die Tavernencrew findet das prima und hat direkt einige Exemplare als Flyer auf den Tischen ausgelegt.
Wer außerdem nachweisen kann (am besten durch vatikanisches Antwortschreiben), daß er dem Vatikan das ausgefüllte Formular zugeschickt hat, bekommt einen Drink umsonst in der Taverne.
Pro Kondomantrag natürlich.

Yoho, Pirat

Samstag, 27. November 2010

Schlichterspruch durchgesickert!

Für Dienstag hat Heiner Geißler seinen Schlichterspruch in Sachen Stuttgart 21 angekündigt. Alle sind sehr gespannt, zumal es hieß, es gäbe keinen Kompromiß oder Einigung.

Nun, wir können unsere Leser beruhigen...ein enger Mitarbeiter Geißlers pichelt gerne bei uns in der Taverne und plauderte es dem Nähkästchen.
Der Schlichterspruch wird demnach wahrlich salomonisch sein:
Der Bahnhof wird nur halb verbuddelt, zwei Gleise enden blind, die restlichen führen nach Ulm, dafür wird die Überdachung in Form eines Schädels ausgestaltet. "Das ist dann ein echter Kopfbahnhof im Wortsinn!" heißt es aus Geißlers Umfeld. In den tieferliegenden Ausschachtungen soll dann außerdem ein Museum für den Juchtenkäfer und eine Gedenkkammer für die Demonstranten eingerichtet werden, in der ganz Mutige die Wirkung von Tränengas im Selbsttest erfahren können.
Auch einen neuen Namen soll der Bahnhof erhalten, im Gedenken an den großen Schlichter: Heiner-Geißler-Bahnhof.

Auch die geforderte Volksabstimmung wird es wohl nur als Kompromiss geben. Sie wird stattfinden, aber mit der einzigen Wahlmöglichkeit "Ja".

Ein Sieg für die Demokratie in diesem postdemokratischen Land!

Yoho, Pirat

Freitag, 26. November 2010

Bank-run 2010

Heute bin ich auf etwas interessantes gestoßen, daß allen Antikapitalisten unter meinen Lesern ein Zelt in der Hose bereiten durfte:

www.bankrun2010.com

Hinter dieser Initiative steht die mir bis dato nicht so bekannte belgische Drehbuchautorin Géraldine Feuillien und einige andere globalisierungskritische Aktivisten.
Ich hab mich auf der Seite mal ein wenig umgeschaut...ich muß ja echt sagen, die Träume von der Friede-Freude-Eierkuchenwelt, die dort propagiert werden sind ja schon recht hübsch. Aber irgendwie ermüdend, wenn es dann in die gedanklichen Gefilde eines Jan van Helsing abgleitet. Das ist dann irgendwann der Punkt, wo Ex-Bundeskanzler Schmidt den Arzt empfohlen hätte.
Nun gut, man muß ja Träume haben.

Nur fehlt mir dann der realistische Part der Vision, um anstehende Probleme ganz konkret zu lösen. Vor allem: Welche Zwischenschritte müssen passieren um in der Realität der Vision nahekommen zu können? Welche Probleme durften kaum zu lösen sein? (Es gab noch nie eine Vision, deren reale Umsetzung nicht mit Abstrichen leben mußte). Wie muß die Vision real umgesetzt sein, um nicht nur 10 Jahre als System zu funktionieren, sonern auf unbestimmte Zeit? Schließlich ist nix ohne Tücken und Fehler. Bislang fehlt mir Hand und Fuß, zumindest hab ich beim überfliegen der Texte nix dazu gefunden.

Die Aktion selber, die propagiert wird: Am 7. Dezember sollen möglichst viele Menschen kollektiv ihr Geld abheben. In der Hoffnung, daß man dann die Banken in die Bredouille bringt, die Stützen des bösen kapitalistischen Systems.
Eine in der Tat bestechende Idee. Erstmal.
Es gibt da einen Unterpunkt, der sich nach Überschrift mit den Folgen einer solchen Aktion, vor allem wenn sie den Erfolg einer zusammenbrechenden Bank haben sollte, befaßen soll. Ich sage soll. Statt dessen wird aufgelistet, daß man ja so besorgt ist über die Ausbeutung der Menschen und der Umwelt durch das kapitalistische System, die Mißbräuche der Deregulierung etc.
Ich finde das toll, daß man besorgt deswegen ist. Bin ich auch. Nur war das nicht die Frage.
Die Frage war: Was wären die Folgen, wenn wirklich so viele Menschen ihr Geld abheben, das bedeutende Bankhäuser ins Wanken geraten? Etwa die Deutsche Bank? Nur mal angenommen!

Bekanntermaßen ist das in der Tat mit gutem Grund das Horrorszenario aller Wirtschaftsexperten - lange Schlangen vor den Banken weil alle ihr Geld wollen. Natürlich gehen Banken davon unter Umständen pleite. Aber nicht nur Banken. Die Fernwirkungen sind größer. Darüber muß man sich klar sein. Es wird eben nicht nur die Banken treffen. Die Folgen werden uns alle treffen. Eigentlich könnte praktisch all das eintreffen, was man bislang den Schandtaten der bösen Banker und Politiker anlastete - Arbeitslosigkeit, Staatspleiten, allgemeines Elend, Währungscrashs. Wenn die Banken kaputt gehen wird es nicht zuletzt auch die kleinen Anleger, die Oma von nebenan und den hart sparenden Arbeiter treffen. Und zwar schneller und härter als die Superreichen.
Und das aus dem ganzen Chaos dann tatsächlich die hehren Ziele der skizzierten Visionen und Träume auf dieser Seite hervorgehen, ist keinesfalls gesagt! Denn einen Plan für den Tag danach kann ich ehrlich gesagt nicht erkennen.
Wenn man wirklich den Menschen helfen will, sich von einem Joch zu befreien, dann sollte man ihnen im Bezug auf sowas zumindest wesentlich reineren Wein einschenken.
Zugegeben, einen solchen Erfolg, daß man sich ernsthaft darum Sorgen machen müßte, wird die Aktion wahrscheinlich nicht haben.

Aber dies wirft das Licht auf etwas anderes. Das gegenwärtige System (also der Kapitalismus in seiner gegenwärtigen speziellen Variation) ist alles andere als perfekt. Das gebe ich als durchaus überzeugter Kapitalist zu. Änderungen sind nötig, teilweise radikale und unangenehme, man sollte neue Wege gehen.
Nach dieser Grunderkenntnis hört die Erleuchtung aber meistens auf. Die meisten Menschen speziell im Westen sind doch immer noch zufrieden genug mit dem System, da es den meisten letztlich ihre grundlegenden Bedürfnisse befriedigt. Sie ahnen, daß ein anderes System einen sehr radikalen Umsturz erfordern könnte, der viele Unannehmlichkeiten mit sich brächte. Und wenn Unannehmlichkeiten drohen ist der Mensch meist ein Gewohnheitstier und beläßt es lieber beim Status quo. In diesem Sinne sind die meisten Menschen vergleichsweise feige und egoistisch. Eine Minderheit ist bereits so unzufrieden mit dem System, daß sie nur noch dagegen ist. Da die Unzufriedenheit sich aber oft aus sehr persönlichen Gründen speist und die Weltverbesserung eigentlich nur als tarnende Monstranz dient, wird die Revolution und der Umsturz nicht mehr mit einem Plan für den Tag danach angestrebt. Es ist Aufstand um des Aufstands willen, zur persönlichen Ergötzung an Zerstörung und Chaos. Visionen sind nur der Vorwand. In diesem Sinne
sind nicht wenige selbsternannte linke (und manchmal auch rechte) Aktivisten keine Avantgarde eines gerechteren Systems, sondern ein egoistischer, heuchlerischer Scheißhaufen (frei nach Constantine).
Daraus entsteht ein Teufelskreis, der uns letztlich in unserem System stagnieren läßt. Die skizzierte radikal-unzufriedene Minderheit bestimmt das Bild, das die semi-zufriedene Mehrheit von den Alternativen zum Jetzt hat. Dieses Bild ist negativ und nährt erst recht Ängste vor dem Umsturz. Damit werden umstürzlerische Absichten nie die kritische Mehrheitsmenge erlangen. Vernünftige Stimmen dazwischen sind so gering in der Zahl, das sie nicht wahrgenommen werden. Von der semi-zufriedenen Mehrheit werden sie wenn als bereits zu träumerisch abgetan. Von der radikal-unzufriedenen Minderheit werden sie bereits als vom System korrumpierte Ahnungslose abgetan.

Was folgt aus dieser Betrachtung? Es bleibt die Erkenntnis, daß sich etwas ändern muß und das diese Änderung uns Unannehmlichkeiten bereiten und Abstriche abnötigen wird.
Wie wir unsere Probleme letztlich lösen - ich habe keinen Schimmer. Da bin ich ganz ehrlich. Ich weiß aber, daß mir die Ansätze radikaler Linker bisher ebenso wenig erfolgversprechend erscheinen, wie das "Weiter so" aus den Türmen der Bankmanager. Vielleicht ist es ja der Fehler, daß beide die jeweils andere Seite als Teil des Problems sehen - und nicht erkennen, daß beide Teil der Lösung sein müssen.

Hmmm...vielleicht doch am 7.12. Geld abheben. Solang vielleicht nur eine kleine Bank zusammenbricht...ist es vielleicht für alle ein guter Warnschuß.

Dienstag, 23. November 2010

Und lange fiel der Groschen...

Es war mal wieder so weit. Der Moment, an dem sich Politik wieder selbst persifliert.
So ganz allmählich knobeln Experten heraus, daß das Elterngeld absolut sinnlos ist und dadurch bisher rund 15 Milliarden Euro schlicht verbrannt wurden.

Die Geburtenrate jedenfalls sinkt weiter. Irgendwie war das eigentlich jedem normal denkenden Menschen auf der Straße von Anfang an klar. Jedenfalls ist mir in meinem Freundeskreis, in meiner Nachbarschaft, in meiner Verwandtschaft oder auch an der Supermarktkasse niemand aufgefallen, der allen Ernstes eine geburtensteigernde Wirkung dieser Subvention erwartete.
Man mußte für diese Erkenntnis also nicht studiert haben.

Jetzt gibt einer der Erfinder des Elterngeldes, Bert Rürup, zu, er habe sich geirrt! Potzblitz! Seine Einsicht nun:
"Mit Geld werden wir die Gebärfreude nicht steigern können."

Der Groschen hat aber lange gebraucht um zu fallen...

Wieviele Kitas hätte man eigentlich mit 15 Milliarden Euro finanzieren können?

Montag, 22. November 2010

"Grundrechte oder explodieren?"

Morgen zusammen.

Extrem drollig gestern die Anne Will-Sendung mit dem unvermeidlichen Terrorthema.
Neben ein paar unerfahrenen Deutschen gab es als Gast auch eine junge und extrem hübsche Israelin und einen amerikanischen Journalisten, damit auch mal die richtigen Terror-im-Alltag-Experten ran durften.

Der US-Journalist Don Jordan warf uns Deutschen zuviel Gelassenheit vor. Er hätte auch Blauäugigkeit, Blödheit, Naivität oder ähnliches sagen können. Wir müßten doch tatsächlich mehr Zugeständnisse machen und damit meinte er nicht die Einführung der Scharia, sondern in Sachen Überwachung:

"Wenn Sie die Wahl haben: Heben Sie ein paar Grundrechte auf oder fliegen Sie lieber in die Luft?"

Ich gebe die Frage an die Amerikaner zurück: "Das Grundrecht auf Waffenbesitz aufgeben oder lieber weiterhin so viele Schußwaffenopfer?"

Laßt mir meine Grundrechte. Im Gegenzug riskier ich gern die Bombe im Zug. Soviel abenteuerlicher als sonstige Fahrten mit der Deutschen Bahn ist das auch nicht.

Wer sich eine komplette Zusammenfassung der Sendung durchlesen will, kann diese beim SPIEGEL lesen.

Sonntag, 21. November 2010

Dark Tavern Special: Die Terror-Party!

Kommendes Wochenende leistet die Dark Tavern ihren Beitrag zur Völkerverständigung!

DIE TERROR-PARTY!!!!

 Terror ist zu ernst um keinen Spaß dabei zu haben!

DJ Klein-Asmo heizt euch ein mit den härtesten Klängen 
von Rammsteins "Feuer frei" und Eisbrechers "Amok"
bis hin zu dschihadistischen Lobgesängen!

Beginn nach dem Freitagsgebet, kein Eintritt, Mindestverzehr 5 Drinks
Special Drinks: "Dead Terrorist", "Allah hu akbar", "RAF" und "IRA"

Um Mitternacht Lesung der Meinhof-Texte, Vortragender H.-C. Ströbele

Achtung! Ein Extra-Getränkechip für jedes Mitglied einer aktuellen terroristischen
Vereinigung (z.B. Hamas, Al-Qaida, Eta, CIA). Bitte beim Einlaß entsprechend
 ausweisen, nachträgliche Reklamationen sind ausgeschlossen.

Und Waffen und Sprengsätze bitte an der Garderobe abgeben!

Die Taverne bedankt sich bei der Firma Xe Services für die Übernahme der
Security-Dienste, da Klein-Asmo ja mit Auflegen beschäftigt ist. 
  

Freitag, 19. November 2010

Die Taverne informiert: Wie verhalten bei Terrorwarnungen?

Verehrte Tavernengäste,

wir wissen ja - die Unsicherheit ist groß. Seit zwei Tagen lebt dieses Land in Angst, dank der Terrorwarnung von Innenminister de Maizière. Oder dank Al Qaida. Das kann man jetzt sehen wie man will.

Wir wollen hier gar nicht erst weiter die Debatte über Sinn und Unsinn dieser Warnung befeuern. Stattdessen möchte die Tavernencrew ganz praktische Hilfe geben. Daher im folgenden einige Tips zum Leben nach einer Terrorwarnung.

1. Leben Sie NORMAL weiter.Das tägliche Leben bietet eher wenig Anlaß einem Terroristen zu begegnen. Auch die Ehemänner dieser Republik durfen beruhigt sein, die kleine Thai aus dem städtischen Laufhaus hat sich bislang noch nie als Terroristin entpuppt. Der wöchentliche Puffbesuch darf also beibehalten werden. Auch die Ehefrau darf weiterhin am Wochenende die Dildo-Parties bei der Nachbarin aufsuchen. Bisher versteckte Al-Qaida seine Sprengsätze nicht in Masturbationsspielzeugen.

2. Gucken Sie öfter mal in die Geschichtsbücher, vorzugweise über die 1930er Jahre, und wenden sie Erkenntnisse der Appeasement-Politik auf ihre Mitmenschen an. Erkennen Sie, wann Sie an der Supermarktkasse besser seltsame Gestalten in langen Kutten vorlassen oder diesen im Zug den eigenen Sitzplatz anbieten, auch ohne Behindertenausweis. Allgemein wird es Ihre Umwelt danken, daß Sie ein höflicherer Mensch geworden sind. Außerdem hat das den Vorteil, daß ich als Pirat mit langem schwarzen Ledermantel auch nicht mehr so lange in der Kassenschlange warten muß.

3. Seien Sie aufmerksam und melden Sie ungewöhnliche Rudelbildungen von mehr als drei zwielichtigen Gestalten (z.B. Anzug, Schlips und Kragen, zwei Handys und Banker/Politiker von Beruf) umgehend der Polizei. Denn es könnte ein Indiz sein, daß Gefahr im Verzug ist - und sei es nur für die Ersparnisse von uns allen!

4. Beruhigen Sie Ihre Nerven. Die Taverne empfiehlt dafür Rum. Hat den unschlagbaren Vorteil unseren Umsatz zu steigern. Und Sie schlafen ruhiger.

5. Legen Sie sich einen zweiten Wohnsitz zu, weitab von Ballungszentren. Also in der Eifel, Mecklenburg-Vorpommern, der Sächsischen Schweiz zum Beispiel. Anschließend melden Sie - Tip 3 folgend - die gesamte einheimische Bevölkerung als ungewöhnliche Rudelbildung von mehr als drei zwielichtigen Gestalten...

6. Wenn Sie in Bahnhofsnähe unterwegs sind, nehmen Sie alte Einkaufstüten voller Elektromüll mit und stellen Sie sie ab. Sie unterstützen damit durch tägliches Training der Einsatzkräfte die nationalen Anstrengungen zur Abwehr der bösen, feigen, degenerierten, gottlosen Terroristen...und nebenbei werden Sie anschließend reichlich Ablenkung von jedem Gedanken an einen Anschlag erhalten, ein Anwalt hilft dabei.

7. Wer keinen Elektromüll mehr hat, sollte den Einsatzkräften einen Kaffee und Blumen (für in den Gewehrlauf) mitbringen, um deren Stimmung zu heben. Nur im Raum Stuttgart wird empfohlen eine Schutzbrille zu tragen, die dortigen Polizisten gelten als eine besonders reizgasige Spezies.

8. Nehmen Sie eventuell stattfindende Anschläge sportlich! Sollten Sie in der Nähe sein, suchen Sie sich einen guten Beobachtungspunkt und feuern Sie die Seite Ihrer Sympathie an! Heißen Sie aber bitte auch die Athleten der Gegenseite respektvoll willkommen - vielleicht mit einem schnuckligen Plakat oder so. Wer nicht das Glück hat in der betroffenen Stadt zu wohnen, kann vor dem heimischen Fernseher mit Bier und Chips mitfiebern. Das Bundesinnenministerium hat auch extra eine Hotline für Zuschauerstimmungen freigeschaltet.

9. Nutzen Sie Ihre Chance, Ihr Lottoglück zu verdoppeln und wetten Sie darauf, wo die Qaida zuschlagen wird. Aber Vorsicht: Da durfen nur Nichtmitglieder von Geheimdiensten und Terrororganisationen  mitmachen!

10. Wenn Sie Hartz-IV-Empfänger sind: Fragen Sie beim Arbeitsamt nach, ob die Qaida gerade junge, dynamische, explosive Kräfte in Ihrer Stadt sucht! Unter Umständen winken dort Gelegenheiten Ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben...

Und wenn alles nichts hilft, besuchen Sie uns in der Taverne...bei uns passiert nie etwas...wir wissen nicht warum...Klein Asmo meinte neulich, das könnte an der gemeinsamen Zimmerbuchung der jungen Emma mit diesem älteren langbärtigen Orientalen bei uns liegen...

Mittwoch, 17. November 2010

Buhh! Terroristen statt Knecht Rupprecht

Die Weihnachtszeit naht - und es wurde mal wieder Zeit, ein bissel Angst zu haben. Früher drohte man den Kindern mit Knecht Rupprecht. Heute muß der durchschnittliche Al-Qaida-Terrorist herhalten.

Denn: Deutschland droht ein Anschlag . Und das mutmaßlich noch diesen Monat.
Und weil das so ist, patrouillieren jetzt vermehrt schwer bewaffnete Bundespolizisten auf den Bahnhöfen, werden die Grenzkontrollen intensiviert und die Kontrollen auf den Flughäfen. Bürger werden um verstärkte Aufmerksamkeit gebeten.

Viele fragen sich: Was soll ich davon halten? Wir von der Taverne empfehlen relaxed: Abstand.

Betrachten wir das doch mal ganz objektiv. Ob wirklich grad ein Terrorkommando startklar ist für Ende November, sei mal dahingestellt. Wichtig ist, daß der Innenminister was richtiges festgestellt hat: Man sollte seine Lebensführung nicht ändern, denn dann haben mutmaßliche Terroristen schon gewonnen. Erhöhte Wachsamkeit kann sowieso nicht schaden, grad an Bahnhöfen (ich sag nur: Taschendiebe). Aber letztlich ist die Warnung des Innenminister ansonsten auch vor allem eins: politische Absicherung des eigenen Arsches. Gleiches gilt für die öffentlich am stärksten wahrnehmbare Maßnahme, die Patrouillen auf den Bahnhöfen.
Damit ist der Minister aus dem Schneider wenn wirklich was passiert und einige behaupten wollen, er hätte nichts getan.

De facto ist es so, daß speziell diese öffentlich sichtbaren Patrouillen ein reines Placebo und noch dazu ein schlechtes sind. Unsere Bahnhöfe sind offene Ziele. Eine Kontrolle aller Gepäckstücke von der Handtasche bis zum Koffer, die jeden Tag z.B. den Kölner HBf passieren, ist schlechterdings nicht möglich. Das soll mal einer versuchen, die Pendler am morgen werden sich bedanken. Daran in den Kölner HBf zu marschieren und sich zu sprengen kann einen keinerlei Patrouille der Bundespolizei hindern. Wer sich dabei nicht grad saudämlich anstellt, macht das einfach. Der Zeitpunkt an dem man auffällt, ist der, wenn die Bombe zündet. Und dann ist es zu spät.
Selbst Flughäfen sind nur halb so sicher wie sie wirken. Wenn die Terroristen den Angriff im noch offenen Bereich starten und das nach dem Muster von Mumbay, werden sie Erfolg haben, sofern ihr Ziel viele Tote sind. Daran wird kein Bundespolizist etwas ändern können.
Von einer Bombe im Gedränge eines Weihnachtsmarktes ganz zu schweigen.

Und trotzdem würde, wenn das passiert, jeder dem Minister unterstellen, er hätte nicht alles getan, wenn er nicht auf jeden Bahnsteig 10 Polizisten gestellt hat. Auch wenn das nicht stimmt. Das wichtigere Element sind die Fahndungsmaßnahmen, die nicht öffentlich ablaufen, um etwaige Terroristen vor dem Anschlag zu schnappen. Nur wird was öffentlich nicht wahrgenommen wird, nicht gewürdigt. Deshalb der Aktionismus von eher zweifelhaftem Nutzen in Sachen Terrorabwehr.

Muß man deswegen Panik haben? Nein. Selbst wenn ein Anschlag geschehen sollte, ist die Wahrscheinlichkeit davon betroffen zu sein geringer, als am Bahnhof von einem Junkie angepöbelt oder einem Taschendieb behelligt zu werden (jeder erfahrene Pendler kann das bestätigen). Und zumindest diese Zeitgenossen machen sich dann doch rarer, wenn vermehrt Bundespolizei auf den Bahnhöfen unterwegs ist. Und das nenn ich mal den eigentlich positiven Nebeneffekt. Die Terrorgefahr verrechne ich unter Lebensrisiko a la Blitzschlag.

Einige Stammgäste in der Taverne munkeln ja übrigens - so hab dem zweiten Glas Rum - es ginge gar nicht um Al-Qaida-Terroristen. Sondern um aufständische Wildschweine aus Rheinland-Pfalz.
Wenn der geneigte Leser also Ende November mitbekommt, daß wieder eine Sau durch die Straßen gejagt wird, weiß er was los ist...

Ich trink mir jetzt erstmal einen...und die nächste Runde geht aufs Haus. Wir lassen uns bestimmt nicht die Laune verderben.
Yoho, Pirat

Samstag, 13. November 2010

Die Wer-Emma

Früher wurde vor Werwölfen gewarnt, wenn Kerle zu animalisch wirkten. Heute leben wir im 21. Jahrhundert und das Problem dreht sich um und wandert ab in Teenie-Gefilde. Der neue Harry Potter feierte Premiere, der allgemeine Mega-Hype feierte sich selber (merkt man, daß ich beides nicht ausstehen kann?) und am Rande sammelten sich allerhand Nachrichtenschnipsel an.

Darunter dieses: Daniel Radcliffe verkündete, seine Kollegin Emma Watson küsse wie ein Tier. Der Bub wirkte etwas eingeschüchtert.
Meinereiner sah Emma auf dem roten Teppich und mir schoß nur ein Gedanke durch den Kopf:

Natürlich küsst sie wie ein Tier. Wohl kaum wie ne Pflanze. Es ist soll ziemlich unerotisch sein einen Baum oder eine Geranie zu küssen.

Wobei ich beides noch nicht ausprobiert hab. Emma leider auch nicht.... moment, klein Asmo möchte etwas von mir....

Madame W. bestätigte eben die Viererzimmerreservierung Capt'n und läßt fragen, ob der Italiener auch endlich zugesagt hätte.
Ja, Silvio hat zugesagt und bringt eventuell auch seinen Kumpel Nicolas aus Paris mit. Hat sie gesagt, ob wir noch Gleitcreme bestellen sollen?
Das möchte sie nicht. Sie sagt, das hätte sie übers Wochenende bisher noch nie gebraucht.
Dann ist ja alles klar. Bezahlung wie üblich. Und denk dran kleiner Asmo: An dem Abend keine Milchbubis mit Brillen reinlassen.    

Freitag, 12. November 2010

Aufstrebende Web 2.0-Firma sucht!

*pingping* *andieRumflascheklopf*
Genau, ich brauch Aufmerksamkeit. Eine Mitteilung in eigener Sache, die ich Anfangs eher beiläufig mal erwähnte, die aber nun doch ein eigenes Posting verdient.

Die Tavernen-Crew sucht ein Animier-Girl.

Bisher beste Stellenbeschreibung:
"Was soll das sein? Nun, in erster Linie ein Running Gag. Wer das macht würde quasi mit Foto und einem Nickname auf dem Tavernenblog vorgestellt werden als zuständig für das Wohl der Gäste...die Dame hätte Schreibrechte im Blog und könnte mit frechen Kommentaren die Beiträge pfeffern und in einer extra Rubrik mit eigenen Postings unter Umständen auch mal dem Chef (also mir) einheizen.

Will sich die Dame gern auch weiterhin bildlich präsentieren, kann man da auch bestimmt die ein oder andere lustige Bildpostingidee umsetzen, wie überhaupt vieles davon noch konkret ausgearbeitet werden muß (am besten im Laufe der Zeit improvisiert, da bin ich am besten).

Das soll ein wenig die Tavernenidee weiterentwickeln und persiflieren (so wie ich ja auch Klein-Asmodeus den Job als Türsteher gab) und ich erhoffe mir ein Aufpeppung des Blocks. Und nein, es ist trotz des Begriffs "Animiergirl" nix gemeint, was Richtung Nacktbilder gehen soll."

Ich weiß, klingt alles noch was wage, konkrete Details des Konzepts würde ich am liebsten mit dem neuen Crew-Mitglied selber entwickeln und besprechen. Spontaneität ist hier gefragt!
Bewerbungen an mich, direkt hier als Kommentar oder an die Mails:
general-rabe(at)gmx(dot)de
oder
edelweisspirat81(at)web(dot)de

Genaue Einstellungskriterien hab ich nicht, wer Bock auf den Posten hat, einfach mal anschreiben...ich folge meinem Instinkt bei meiner Entscheidung.

Yoho, Pirat

Mittwoch, 10. November 2010

Carnivorie für den Weltfrieden

Sachen gibts!

Urheber AMAPO bei Wikipedia
 
Als echter Freibeuter bin ich natürlich für totes Tier zu haben - sonst könnte man das Pöckelfleisch auf See ja nicht ertragen. Außerdem ist Fisch ja auch totes Tier. Zumindest geräuchert und gegrillt.
Als passionierter Fleischfresser durfte ich schon öfters Bekanntschaft mit missionarisch begabten Vegetariern und Veganern machen, die sich auf ihrem persönlichen Dschihad für eine herbivore Welt befanden.
Nix dagegen, soll ja jeder glücklich werden wie er will - nur bitte, das gilt ja auch für mich. So nachvollziehbar ich Einwände gegen Massentierhaltung finde, so wenig überzeugt mich die Vorstellung, die Welt wäre friedlicher, wenn nur alle vegan leben würden - vor allem nicht, wenn einem diese Vorstellung mit inquisitorischem Eifer eingetrichtert werden soll.

Und da stolper ich heute über diese Meldung: Fleisch baut Aggressionen ab . Potzblitz! Das hätte ich jetzt auch nicht gedacht. Zumindest bei den meisten Veganern scheint es Aggressionen auszulösen. Oder vielleicht muß man das Zeug essen? Zugegeben, am friedlichsten sind Löwen mit vollgeschlagenem Magen. Da tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf! Vielleicht sollte man bei den nächsten Nahost-Friedensverhandlungen mal saftige Schweinesteaks in den Pausen auftischen. Ich bin sicher, sofort ist der Friedensvertrag unterzeichnet. Oder werte Männer...wenn eure Frauen euch mal wieder grollen...bratet ihnen doch mal ein Schnitzel. Überhaupt - die UNO-Friedenstruppen könnten sich mit Fleisch behängen.

Und überhaupt - Friedensnobelpreis für Schlachter!

Okay, das war jetzt übertrieben.

Dienstag, 9. November 2010

Attila, der Wikinger

Als ein geschichtlich und naturwissenschaftlich interessierter Freibeuter und Barbesitzer glotz ich ja durchaus gerne mal die ein oder andere Doku. Diese Passion hatte ich schon als kleiner Schiffsjunge. Nun, in den letzten Jahren haben Sender wie Phoenix, N-tv und N24 kommerziell und in Serie produzierte Dokus durchaus marktreif und gesellschaftsfähig gemacht. Anfänglich schauten die Öffentlich-rechtlichen da ja etwas pikiert drauf. Aber inzwischen ist das durchaus echte Konkurrenz.
Es gibt sogar einen Namen für diese Entwicklung, die vom amerikanischen Discovery Channel (dem Google der Fernsehwelt) und der BBC herüberschwappte: Infotainment.
Boah!

Leeeet meeeeee INFOTAIN YOU!!! *bambambam*

Man kann das durchaus begrüßen. Die Sendungen sprechen ein breites Publikum an und einige vermitteln tatsächlich ja sowas wie Bildung. Und da das so ein Erfolg ist nehmen nun auch Sender wie Kabel 1 entsprechende Formate ins Abendprogramm auf. Zur besten Sendezeit.

Dumm nur, wenn man sich da nicht die Perlen, sondern die faulen Nüsse einhandelt. Nämlich schlecht gemachte Dokus. Und damit meine ich nicht Herrn Barrs Riesenkalmar, der eigentlich nur ein Humboldtkalmar war.

Nein, ich meine eher solche Unglücke wie auf kabel 1, ein Format, das als die größten Eroberer  angepriesen wurde. Das Format stellt in aufwendig produzierten Szenen die Feldzüge von so großen Eroberern wie Attila, Richard Löwenherz usw. dar. Dafür, daß es von der BBC war, erstaunlich ungenau, wie mir auffiel. Manche Szenen kommen zu sehr wie Seifenoper daher, der zeitliche Rahmen wird häufig ungenau umrissen. Na gut, mag der publikumswirksamen Dramaturgie geschuldet sein.

Ich hab dann einmal mich hinreißen lassen, die Taverne war grad leer, klein Asmo sammelte die letzten Gläser ein, da zappte ich drauf und stolperte über die Folge dieser Reihe bezüglich Attila, dem Hunnen-...momentmal, das war doch der Hunnenkönig gewesen, oder? Da ritten also mit Schwertern bewaffnete Männer umher, man sah brüllende bärtige Burschen....aber Hunnen waren das irgendwie nicht. Die wirkten mehr wie Wikinger.
Hätte man nicht wenigstens passende Darsteller zumindest für die Protagonisten wenn nicht für die Statisten finden können? Ich war völlig konsterniert.

Seit Attila, dem Wikinger habe ich mich nicht mehr getraut diese Reihe einzuschalten. Nix gegen Infotainment, aber das war kein Geniestreich! Ich will nicht wissen wieviele Geschichtslehrer da jetzt wieder die Wahrnehmung der Kids vergeblich gerade zu biegen versuchen...

Wer weitere Beispiele für schlechtes und eher skurriles Infotainment kennt, darf sie gerne melden.

Donnerstag, 4. November 2010

Satans-Braten - hier wirds heiß

Ahoi zusammen!

Eine schöne Überraschung gab es heute.
Auf einem anderen Blog wurden in kurzen Worten die Dark Tavern und der Zoo vorgestellt. Das hat mich sehr gefreut und der edle Kollege war der Mike.

Mike führt schon eine Weile den Blog Satans-Braten . Der Blog macht seinem Namen alle Ehre, es geht heiß her, vornehmlich weils ums Kochen geht. Nur ist Mike im Gegensatz zur Tavernencrew tatsächlich ausgebildeter Koch *lach* Aber auch andere Themen, aus dem Leben und dem Alltag gegriffen werden mit einem Schuß Ironie beackert. Sehr schön zum stöbern.

Von daher empfiehlt die Tavernenleitung diesen Blog natürlich gern weiter für den Fall, daß in der Taverne schon alles leergetrunken (respektive durchgelesen) wurde. Und natürlich danken wir Mike für seine Empfehlung unsererseits.

Prost! *mit erhobenem Rum-Glas*

Hausmitteilung: Der Zoo zur Taverne

Ahoi zusammen liebe Leser - auch unsere Neuleser aus Indien und Vietnam. *g*

Wie im letzten Artikel der Rubrik Küche bereits angemerkt wurde, entsteht hinter der Dark Tavern nun auch ein Zoo: Pirats Kreaturen soll ein Fenster in die Welt der animalischen Biodiversität sein, die mich alten Piraten schon immer fasziniert hat. Schließlich begegnet einem beim Weltumsegeln jede Menge, von Haien über Meerjungfrauen und Seeschlangen bis hin zu Kraken und Davy Jones.

Die Arbeiten laufen allerdings teilweise etwas schleppend. Kein Wunder, das mit der Mangrovenqualle zunächst was pflegeleichtes eingezogen ist. An einigen speziellen Gehegen wird halt noch gearbeitet...z.B. wollen wir den Marianengraben und den Himalaya im Maßstab 1:1 nachbauen und das ist eben sehr aufwendig.

Die Rubriken im Zoo werden thematisch unterteilt sein, in Kategorien, die ich mir mal so ausgedacht hab und die hoffentlich eine bunte Mischung hervorrufen, so daß es wenn es sich was gefüllt hat, viel zu stöbern gibt.
Wer also sich an Satire, Meinungsmacherei und Smalltalk in der Taverne gesättigt hat, kann gern kurzweilig auf Kreaturenschau im Zoo gehen. Ich hoffe, er findet Anklang und man wird es mir nachsehen, wenn er sich erst nach und nach füllt.

Yoho, Pirat

Quallensalat - ja, das gibt's!

Anläßlich der Eröffnung des hinter der Taverne nun angelegten Kreaturenzoo von uns, gibts ein sehr exotisches Gericht seit heute auf der Karte - Quallensalat!
Ich habs noch nicht gegessen, aber unser philippinischer Koch schwört drauf.

Quallensalat
1 kg Mangrovenquallen (Cassiopea andromeda) (lebend)
200 ml Essig
50 ml Zitronensaft
3 EL Sojasauce
2 Zwiebeln
2 Frühlingszwiebeln (Lauchzwiebeln)
2-3 Tomaten
4 Knoblauchzehen
10 g Ingwer
Prise schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Die Quallen abspülen und vom Schleim befreien (viel Spaß!). Dann die Schirme in Würfel oder Streifen schneiden. Diese Stücke in einem Sieb abtropfen lassen.
Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer feinhacken.
Tomaten in Scheiben schneiden.
Alles zusammen mit den Quallenstücken in eine Schüssel geben und dann Essig, Sojasauce, Zitronensaft hinzugeben und pfeffern.
Gut umrühren, darauf achten, daß die Marinade alles bedeckt und über Nacht bis einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen.

Das ziehen lassen ist wichtig um die paar Nesselzellen, die das Viech hat, zu entladen, bevor man das Ganze futtert.
Wir servieren den Salat als Vorspeise zu in Streifen geschnittenen und im Wok frittierten Quallen....

Wohl bekomms!

Dienstag, 2. November 2010

Pirats Kampf mit der Dorade...

Hier in der Taverne haben wir ja unsern virtuellen Chefkoch, aber manchmal muß der edelweiße Pirat auch mal selber ran am Herd.
Zum Beispiel wenn die beste Freundin Geburtstag hatte und auf Besuch kommt.

Ich hatte mir extra dafür ein leckeres Gericht zurechtgelegt, was zugleich ein Versuch sein sollte:
Trigrano-Reis (das ist Langkorn-, Wild-und Camargue-Reis gemischt) mit Doradenfilet, Apfelstücken und Curry-Sauce.
Der Plan an sich war ja einfach. Reis zu kochen is ja einfach. Die Apfelstücke mit Curry anpeppen und in Zitronensaft in der Pfanne kurz angarren - auch einfach. Curry-Sauce aus Zeitgründen auf Basis einer Fertigmischung, verfeinert um zusätzliches Currypulver, ordentlichen Schuß Sahne und ein paar Lorbeerblätter - auch einfach!
Doradenfilet in der Pfanne braten, gewürzt mit etwas Pfeffer, ordentlich Kräutern und Zwiebelringen dazu - in der Theorie einfach.

Wie war das mit Theorie und Praxis? Ich hatte den Plan und wie das mit Plänen so ist, gehen sie den Bach runter sobald der erste Schuß gefallen ist.
Für 14 Uhr 30 war meine Freundin angesagt.

Also denn...um 11 Uhr 50 Aufschlag an der Fischtheke im Supermarkt. Es schien noch alles so einfach.
"Habt ihr Dorade?" "Ja, frisch reingekommen!" Super, dachte ich mir. Dorade gabs nur an Stück. Wußte ich ja vorher. Wie schwer kann es sein, einen Fisch auseinanderzunehmen? Früher mit Forellen hatte es ja auch schon geklappt. "Ist aber schon ausgenommen, oder?" "Ja, klar!" Tatsächlich, ein Längsschnitt am Bauch des Fisches.

13 Uhr 15. Es wurde Zeit die Fische vorzubereiten. Ich hatte zwei gekauft, eine kleinere und eine größere Dorade. Eben noch schnell hier nochmal nachgeschaut, ob ich das filettieren richtig im Kopf hatte. Naja, fast. Die Anleitung wich ein wenig von meiner Erinnerung ab. Nun gut, das mußte nix heißen.
Zuerst die kleine Dorade, als Testlauf. Beim Waschen fällt auf, daß auf einmal Gedärme heraushängen.
Super, die Supermarktfrickel können nichtmal richtig ausnehmen. Also erstmal die Eingeweide rausgekratzt.
Und der Fisch - glotzte...

13 Uhr 20. Der Einschnitt hinter dem Fischkopf ließ sich gut an. Dann zur Seite mit dem Messer vorangearbeitet. Irgendetwas knackt. Hä? Weiter. Es hakte.Wieder ein Knack. Das Messer bleibt stecken. Schließlich muß ich neu ansetzen. Schließlich löst sich ein etwas klein geratenes Stück vom Fisch. Ein leichtes Triumphgefühl überkam mich. Und der Fisch - glotzte...

13 Uhr 30. Der Fisch glotzte mich immer noch an, als mein Siegesgefühl schwand. In der Mitte des Filetstücks waren dicke Knochenstücke. Hatte ich die Wirbelsäule erwischt? Nein, eine Inspektion ergab, daß es nicht die Wirbelsäule war. Aber Doraden sollten doch wenig Gräten haben! Der Versuch diese komische Knochen rauszuoperieren endete damit, daß ein zerfetztes Filetstück quer über Brett und Arbeitsplatte glitschte und mir Fischstücke im Haar hingen. Und der Fisch - glotzte...

13 Uhr 40. Neuer Versuch auf der anderen Seite des Fisches. Zuerst bekomme ich ein flaches Stück tatsächlich abgetrennt und bin guter Dinge. Dann bleibt das Messer wieder hängen. Und wieder diese komischen Knochen! Was ist das? Ne Tschernobyl-Dorade? Beim Versuch das Messer rauszuziehen machts auf einmal blubb und ein Schwall Blut überschwemmt das Brett und fließt darunter. Das Brett pappt an der Arbeitsplatte fest. Halleluja. Das Messer löst sich, wobei Fischteile durch die Gegend fliegen.
Und der Fisch - glotzte....

...bis ich ihm wutenbrannt den Kopf abhackte!

13 Uhr 50. Die Zeit drängte. Die erste Dorade entsorgt, Brett und Arbeitsplatte gewaschen, die zweite Dorade gewaschen (und fertig ausgenommen -.-). Nun stand ich also vor der zweiten, größeren Dorade.
Scheiß auf die Internetanleitung, dachte ich mir. Wie war das damals bei der Forelle? Ach ja...ich hab einfach den Fisch stückweise auseinandergenommen. Allerdings hatte die Forelle auch nie drei oder fünf Wirbelsäulen gehabt. Nun gut, dachte ich mir. Die Doraden wollen Krieg - sie können ihn haben!
Und der Fisch glotzte...

13 Uhr 55. Ich baue mich vor diesem widerspenstigen Fisch auf, in jeder Hand ein 30 cm Edelstahl-Tranchiermesser, im Gesicht ein irres diabolisches Grinsen. Beide lasse ich auf den Fisch los. Schwanzflosse ab, Brustflosse ab. KOPF AB! GENUG GEGLOTZT! Längsschnitt an die Seite gesetzt. Ah, auch hier diese komischen Pseudowirbelsäulen oder was das ist. Sehr knochiger Fisch, die Dorade. Dann nach Rücken und Bauch arbeiten. Der Fisch wehrte sich, glitschte, Messer bleiben hängen, Fischstücke fliegen umher, Blut pulste...aber kein Fisch glotzte!

14 Uhr 05. Brett und Arbeitsplatte sehen aus, als wenn jemand eine Handgranate in einem Fisch gezündet hätte. Fischstücke im Haar, Fischschuppen auf den Klamotten, glitschige Hände. ABER! Auf dem Ablegeteller liegen mehrere kleine Filetstücke! Year, Baby! Das ist immer noch meine Küche!

Jetzt konnte ich mich um den Rest kümmern.
14 Uhr 35: Das Essen ist gerade im Zustand der Endgarung, es klingelt an der Tür, mein Gast ist da. Ich hatte vorher noch schnell die Spuren des Massakers beseitigt...
15 Uhr 15. Nach einer ausgiebigen Mahlzeit sind wir vollgefressen und meine Freundin lobt das wunderbare und leckere Essen. Sie ahnt ja nicht, was dazu nötig war...

Ich habe viel gelernt. 1. kauf nie wieder ganze Fische im Supermarkt. 2. kauf nur noch schon filettierte Fische, spart Nerven. Ansonsten ist Dorade tatsächlich sehr lecker.

Übrigens jetzt auch hier in der Taverne: Dark-Tavernen-Dorade mit Curry-Sauce. ;)

Montag, 1. November 2010

Todesanzeige: Morts Goldstück

Also momentan gibt es viele Trauerfälle hier in der Taverne.

Und nun trauert auch ein guter Kumpel von mir aus der bösen Stadt mit D...der Mort.


Und zwar verstarb eine der wichtigsten Personen in Morts Leben....sein Goldstück, der Fernseher. Vor etwa einer Woche. Seitdem trägt Mort nur noch schwarz - wie sowieso ja schon.

Mort, wir trauern mit Dir! Es kommen auch wieder gute Zeiten! Wirklich!

Goldstück ist nun im Fernsehhimmel.


*für Mort einen doppelten Glenmorangie hinstell*

Yoho, Pirat

I'm Chucky

 Tja, ihr solltet aufpassen, wenn ihr in meiner Taverne seid. Laut dieser tollen Seite bin ich Chucky:


Zum Horror-Check bei der Film-Community moviepilotZu moviepilot - Gute Filme für Kino, DVD & TV




Dabei wär ich lieber Dracula. A) hab ich Fangzähne und B) könnte ich dann schöne Frauen vögeln bevor ich esse. Fänd ich toll.

Yoho, Pirat

Vorbild Putin

In Russland laufen quasi die Warmlaufrunden für den Wahlkampf 2012. Das zeigt sich vor allem an einem:

Supermann Putin ist wieder zurück - als ganzer Kerl in der Wildnis. Und was ein echter Kerl ist fängt auch als Premierminister die Fische selbst und rennt mit der Flinte durch die russischen Wälder. Da werden Erinnerungen wach an frühere Heldentaten Putins - sei es, daß er Mitarbeiter vor einem Tigerangriff bewahrte oder sein Land vor den georgischen Welteroberungsplänen.

Da schlagen Frauen-und Wählerherzen höher! Die deutsche Politik könnte sich ja mal ein Beispiel nehmen. Guttenberg könnte mit einem Leo 2 durch die Lüneburger Heide heizen, Seehofer mit dem Wasserwerfer die türkischen Ghettos säubern, Mappus mit der Tränengas Mann gegen Mann mit Demonstranten ringen und Westerwelle könnte in seinem Bonner Wahlkreis mit der Flinte die Bundeswehr beim Kampf gegen die Wildschweine unterstützen. Er darf nur nicht versehentlich auf die Merkel schießen. Wobei die ja schon lange versucht Putin nachzueifern, ich sag nur: Rumlaufen auf Grönland im roten Anorak.
Und auch in Sachen "lupenreiner Demokratie" eifert man im Kanzleramt dem Putin ja längst nach. In Sachen Atombeschluß und anderen neueren sogenannten Reformen und Sparpaketen etc. hat man jüngst höchst erfolgreich die Annäherung an die russischen Oligarchie-Verhältnisse erprobt. Hurra!

Aber noch fehlt der deutschen Politik das gewisse Etwas. Der Pepp. Da kann man vom Judoka Putin noch was lernen. Bei Youtube findet sich da eine kleine Anleitung:



Nastrovje!