Dienstag, 5. Oktober 2010

Und so ward ich - Biffist!

Der ein oder andere mag sich erinnern - unsere Taverne hat ne kleine Bibliothek. Sie ist noch im Aufbau begriffen. Nun ja. Ein wichtiges Buch wird nun endlich Einzug halten in selbiger.

Und zwar - die Bibel.
Nach Biff.

Ich liebe dieses Buch. Lange wurde es mir empfohlen. Irgendwann hat es mir dann jemand geschenkt. Dieses Jahr erst hatte ich es verliehen und es kam dann über verschlungene Pfade neulich zurück zu mir.
Es ist einfach grandios. Ich könnte schwören, wenn es Biff nicht gäbe, wäre ich er und man müßte ihn erfinden. Oder...moment...stimmt...man hat ihn ja erfunden. Sei es drum. Christopher Moore hat mit seiner Geschichte von Biff, dem besten Freund von Jesus, den man nach 2000 Jahren wieder hervorzerrt damit er aufschreibt wie es wirklich war, etwas geschaffen, von dem man sich wünschen möchte, es wäre wahr.
Ich gebe offen zu, wäre die Bibel nach Biff der offizielle Glaubenskanon (insbesondere der Teil, wo man für seinen besten Kumpel die heißesten Mädel flachlegt), dann wäre ich vielleicht sogar nicht länger Atheist. Ich wäre Biffist. Leider besteht der Vatikan auf diesem verschrobenen unflätigen Buch, das die Christen die Bibel nennen.

Ich glaube die Welt wäre schöner. Wir hätten eine Religion, in der das Kamasutra vorkommt, die Frauenstatuen in den Kirchen Wonne und Erbsenschote als Namen trügen und wo man den Kindern mit dem Mann droht, der mit Tauben. (Fuck, ich hab wieder dieses Bild vor Augen!). Ganz zu schweigen davon, daß die Frauen mit Maggie ein vernünftiges Vorbild hätten.
Das Bild von Gott wäre auch endlich realistischer. Nämlich, daß ihm hier alles am Arsch vorbeigeht.
Nur um eines würde man sich dann noch kloppen. Ob das H. für Heilig oder Harvey steht.
Ich persönlich halte es mit Biff - Harvey klingt cooler.

Und vor allem hätten die Menschen ein Vorbild echter Freundschaft durch jeglichen Unfug des Lebens hindurch. Vielen mag das unvorstellbar erscheinen, wenn sie die Bibel nach Biff lesen. Mir nicht. Ich bin in der glücklichen Lage eine ähnliche Freundschaft seit ich denken kann zu haben. Das wegen berührt mich das Buch sehr.

Und umso froher bin ich, daß die Weisheit dieses Buches jetzt vielleicht dem ein oder andern Tavernengast beim Whisky miteingeflößt wird. Für eine bessere Welt!

Yoho, Pirat

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Unsere Empfehlung, wenn auch älter:
Christopher Moore:
Die Bibel nach Biff. Die wilden Jugendjahre von Jesus, erzählt von seinem besten Freund.
Goldmann Verlag
ISBN: 978-3-442-54182-9
Deutsche Ersterscheinung: 2002.

Kommentare:

  1. Willkommen in der Riege der Biffisten. Ein klasse Buch. Vor allem die Idee ist genial.
    Gruß
    Fulano

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  2. Wieso les ich das erst jetzt? Im übrigen befinden sich in meinem Besitz noch Weitere Moore-Bücher.. ;)

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