Montag, 6. September 2010

Meinungsfreiheit

Jetzt kämpft schon die BILD für Meinungsfreiheit und das alles wegen dem Muez-...pardon: Sarrazin.
Heute Mittag gab es spontan eine Pressekonferenz der in ihren besten Jahren steckenden Meinung S. Freiheit vor dem Eingang zu meiner Taverne. Hier die Verlautbarung:

"Mein Name ist Meinung S. Freiheit und ich wurde tot gesagt. Aber ich bin doch hier! Und mit der BILD habe ich nichts zu schaffen. Ich möchte mich ausdrücklichst von der BILD distanzieren, ich habe nicht darum gebeten, daß BILD für mich kämpft. Ich und Kriti K. Fähigkeit haben nur mal einen Urlaub auf Malle gemacht, das haben wir uns ja schließlich auch verdient. Außerdem wollten wir auch mal was durch die Betten toben.
Nun, das haben wir gemacht und wir können verkünden, ich bin guter Hoffnung. Unser Sohn Re S. Pekt wird bald eine Schwester bekommen."
"Haben Sie schon einen Namen?"
"Ja, natürlich. Die kleine wird den Namen Plura L. Ität tragen."

Ja, ein Grund zum Feiern! Wir wünschen der jungen Familie alles gute.
Ich muß nur noch ein Taufgeschenk finden. Meine Konkubine von letzter Nacht meinte, ein Faß Rum wäre doch etwas unpassend.
Stimmt. Und außerdem ein Umsatzverlust.

Also - trinkt aus Piraten, yoho! Damit ihr auch die nächste Runde zahlt!

Kommentare:

  1. Der Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger sagt zur Sarrazin-Debatte:

    „Im Kern geht es um das Selbstwertgefühl der linksliberalen Minderheit der Bevölkerung, die lange an die Idee der multikulturellen Gesellschaft geglaubt hat. Sie steht, wenn man die Probleme des Landes mit seinen Muslimen ernst nimmt, vor den Trümmern ihres Weltbildes, das sie gegen einen informierten Kritiker verteidigt.”

    Und weiter:
    „Der eher konservative Teil der Gesellschaft findet indes zunehmend, dass die Meinungsfreiheit in unserem Land de facto beschnitten würde: Martin Hohmann, Eva Herman, die Missbrauchsdebatte in der katholischen Kirche. Täuscht diese Wahrnehmung?“

    „Wir sind tatsächlich nicht in der Lage, bestimmte Sachfragen in der Öffentlichkeit mit Distanz und Gelassenheit zu diskutieren. Wir gehen sofort dazu über, Personen mundtot zu machen, die nicht konsensfähige Fakten präsentieren oder Meinungen äußern. Das steht im eklatanten Widerspruch zu dem Grundprinzip einer liberalen Demokratie.“

    http://www.kepplinger.de/files/images/Im_Kern_geht_es_um_das_linksliberale_Selbstwertgefuehl_0.pdf

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  2. Im letzten Absatz vor allem hat Kepplinger ohne weiteres recht...nebenbei ist auch die Masche "Das muß man ja wohl noch sagen durfen" eine Strategie um die eigene Meinung für sakrosankt und Kritik an der eigenen Argumentation(egal ob polemisch oder unsachlich) an dieser zur Meinungsunterdrückung zu erklären. Gerade diese Strategie macht dann auch berechtigte Kritik an Sarrazins Thesen mundtot und unterminiert die Meinungsfreiheit fast noch mehr wie jede Aufregung über Thilos Buch...

    Letztlich sagen viele Reaktionen (wahrscheinlich sogar Sarrazins Buch selber) mehr darüber aus, welches Bild wir von uns selber haben respektive haben möchten, als über die debattierte Sache.

    Nun denn, für den Kommentareschreiber Marti gibts nen doppelten Rum ;)

    Übrigens Entschuldigung, das der Kommentar erst jetzt zu sehen ist...das System hat ihn irrtümlich als Spam eingeordnet und ich habs erst heute bemerkt.

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