*pingping* *andieRumflascheklopf*
Genau, ich brauch Aufmerksamkeit. Eine Mitteilung in eigener Sache, die ich Anfangs eher beiläufig mal erwähnte, die aber nun doch ein eigenes Posting verdient.
Die Tavernen-Crew sucht ein Animier-Girl.
Bisher beste Stellenbeschreibung:
"Was soll das sein? Nun, in erster Linie ein Running Gag. Wer das macht würde quasi mit Foto und einem Nickname auf dem Tavernenblog vorgestellt werden als zuständig für das Wohl der Gäste...die Dame hätte Schreibrechte im Blog und könnte mit frechen Kommentaren die Beiträge pfeffern und in einer extra Rubrik mit eigenen Postings unter Umständen auch mal dem Chef (also mir) einheizen.
Will sich die Dame gern auch weiterhin bildlich präsentieren, kann man da auch bestimmt die ein oder andere lustige Bildpostingidee umsetzen, wie überhaupt vieles davon noch konkret ausgearbeitet werden muß (am besten im Laufe der Zeit improvisiert, da bin ich am besten).
Das soll ein wenig die Tavernenidee weiterentwickeln und persiflieren (so wie ich ja auch Klein-Asmodeus den Job als Türsteher gab) und ich erhoffe mir ein Aufpeppung des Blocks. Und nein, es ist trotz des Begriffs "Animiergirl" nix gemeint, was Richtung Nacktbilder gehen soll."
Ich weiß, klingt alles noch was wage, konkrete Details des Konzepts würde ich am liebsten mit dem neuen Crew-Mitglied selber entwickeln und besprechen. Spontaneität ist hier gefragt!
Bewerbungen an mich, direkt hier als Kommentar oder an die Mails:
general-rabe(at)gmx(dot)de
oder
edelweisspirat81(at)web(dot)de
Genaue Einstellungskriterien hab ich nicht, wer Bock auf den Posten hat, einfach mal anschreiben...ich folge meinem Instinkt bei meiner Entscheidung.
Yoho, Pirat
Freitag, 12. November 2010
Mittwoch, 10. November 2010
Carnivorie für den Weltfrieden
Sachen gibts!
Als echter Freibeuter bin ich natürlich für totes Tier zu haben - sonst könnte man das Pöckelfleisch auf See ja nicht ertragen. Außerdem ist Fisch ja auch totes Tier. Zumindest geräuchert und gegrillt.
Als passionierter Fleischfresser durfte ich schon öfters Bekanntschaft mit missionarisch begabten Vegetariern und Veganern machen, die sich auf ihrem persönlichen Dschihad für eine herbivore Welt befanden.
Nix dagegen, soll ja jeder glücklich werden wie er will - nur bitte, das gilt ja auch für mich. So nachvollziehbar ich Einwände gegen Massentierhaltung finde, so wenig überzeugt mich die Vorstellung, die Welt wäre friedlicher, wenn nur alle vegan leben würden - vor allem nicht, wenn einem diese Vorstellung mit inquisitorischem Eifer eingetrichtert werden soll.
Und da stolper ich heute über diese Meldung: Fleisch baut Aggressionen ab . Potzblitz! Das hätte ich jetzt auch nicht gedacht. Zumindest bei den meisten Veganern scheint es Aggressionen auszulösen. Oder vielleicht muß man das Zeug essen? Zugegeben, am friedlichsten sind Löwen mit vollgeschlagenem Magen. Da tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf! Vielleicht sollte man bei den nächsten Nahost-Friedensverhandlungen mal saftige Schweinesteaks in den Pausen auftischen. Ich bin sicher, sofort ist der Friedensvertrag unterzeichnet. Oder werte Männer...wenn eure Frauen euch mal wieder grollen...bratet ihnen doch mal ein Schnitzel. Überhaupt - die UNO-Friedenstruppen könnten sich mit Fleisch behängen.
Und überhaupt - Friedensnobelpreis für Schlachter!
Okay, das war jetzt übertrieben.
Urheber AMAPO bei Wikipedia
Als passionierter Fleischfresser durfte ich schon öfters Bekanntschaft mit missionarisch begabten Vegetariern und Veganern machen, die sich auf ihrem persönlichen Dschihad für eine herbivore Welt befanden.
Nix dagegen, soll ja jeder glücklich werden wie er will - nur bitte, das gilt ja auch für mich. So nachvollziehbar ich Einwände gegen Massentierhaltung finde, so wenig überzeugt mich die Vorstellung, die Welt wäre friedlicher, wenn nur alle vegan leben würden - vor allem nicht, wenn einem diese Vorstellung mit inquisitorischem Eifer eingetrichtert werden soll.
Und da stolper ich heute über diese Meldung: Fleisch baut Aggressionen ab . Potzblitz! Das hätte ich jetzt auch nicht gedacht. Zumindest bei den meisten Veganern scheint es Aggressionen auszulösen. Oder vielleicht muß man das Zeug essen? Zugegeben, am friedlichsten sind Löwen mit vollgeschlagenem Magen. Da tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf! Vielleicht sollte man bei den nächsten Nahost-Friedensverhandlungen mal saftige Schweinesteaks in den Pausen auftischen. Ich bin sicher, sofort ist der Friedensvertrag unterzeichnet. Oder werte Männer...wenn eure Frauen euch mal wieder grollen...bratet ihnen doch mal ein Schnitzel. Überhaupt - die UNO-Friedenstruppen könnten sich mit Fleisch behängen.
Und überhaupt - Friedensnobelpreis für Schlachter!
Okay, das war jetzt übertrieben.
Dienstag, 9. November 2010
Attila, der Wikinger
Als ein geschichtlich und naturwissenschaftlich interessierter Freibeuter und Barbesitzer glotz ich ja durchaus gerne mal die ein oder andere Doku. Diese Passion hatte ich schon als kleiner Schiffsjunge. Nun, in den letzten Jahren haben Sender wie Phoenix, N-tv und N24 kommerziell und in Serie produzierte Dokus durchaus marktreif und gesellschaftsfähig gemacht. Anfänglich schauten die Öffentlich-rechtlichen da ja etwas pikiert drauf. Aber inzwischen ist das durchaus echte Konkurrenz.
Es gibt sogar einen Namen für diese Entwicklung, die vom amerikanischen Discovery Channel (dem Google der Fernsehwelt) und der BBC herüberschwappte: Infotainment.
Boah!
Leeeet meeeeee INFOTAIN YOU!!! *bambambam*
Man kann das durchaus begrüßen. Die Sendungen sprechen ein breites Publikum an und einige vermitteln tatsächlich ja sowas wie Bildung. Und da das so ein Erfolg ist nehmen nun auch Sender wie Kabel 1 entsprechende Formate ins Abendprogramm auf. Zur besten Sendezeit.
Dumm nur, wenn man sich da nicht die Perlen, sondern die faulen Nüsse einhandelt. Nämlich schlecht gemachte Dokus. Und damit meine ich nicht Herrn Barrs Riesenkalmar, der eigentlich nur ein Humboldtkalmar war.
Nein, ich meine eher solche Unglücke wie auf kabel 1, ein Format, das als die größten Eroberer angepriesen wurde. Das Format stellt in aufwendig produzierten Szenen die Feldzüge von so großen Eroberern wie Attila, Richard Löwenherz usw. dar. Dafür, daß es von der BBC war, erstaunlich ungenau, wie mir auffiel. Manche Szenen kommen zu sehr wie Seifenoper daher, der zeitliche Rahmen wird häufig ungenau umrissen. Na gut, mag der publikumswirksamen Dramaturgie geschuldet sein.
Ich hab dann einmal mich hinreißen lassen, die Taverne war grad leer, klein Asmo sammelte die letzten Gläser ein, da zappte ich drauf und stolperte über die Folge dieser Reihe bezüglich Attila, dem Hunnen-...momentmal, das war doch der Hunnenkönig gewesen, oder? Da ritten also mit Schwertern bewaffnete Männer umher, man sah brüllende bärtige Burschen....aber Hunnen waren das irgendwie nicht. Die wirkten mehr wie Wikinger.
Hätte man nicht wenigstens passende Darsteller zumindest für die Protagonisten wenn nicht für die Statisten finden können? Ich war völlig konsterniert.
Seit Attila, dem Wikinger habe ich mich nicht mehr getraut diese Reihe einzuschalten. Nix gegen Infotainment, aber das war kein Geniestreich! Ich will nicht wissen wieviele Geschichtslehrer da jetzt wieder die Wahrnehmung der Kids vergeblich gerade zu biegen versuchen...
Wer weitere Beispiele für schlechtes und eher skurriles Infotainment kennt, darf sie gerne melden.
Es gibt sogar einen Namen für diese Entwicklung, die vom amerikanischen Discovery Channel (dem Google der Fernsehwelt) und der BBC herüberschwappte: Infotainment.
Boah!
Leeeet meeeeee INFOTAIN YOU!!! *bambambam*
Man kann das durchaus begrüßen. Die Sendungen sprechen ein breites Publikum an und einige vermitteln tatsächlich ja sowas wie Bildung. Und da das so ein Erfolg ist nehmen nun auch Sender wie Kabel 1 entsprechende Formate ins Abendprogramm auf. Zur besten Sendezeit.
Dumm nur, wenn man sich da nicht die Perlen, sondern die faulen Nüsse einhandelt. Nämlich schlecht gemachte Dokus. Und damit meine ich nicht Herrn Barrs Riesenkalmar, der eigentlich nur ein Humboldtkalmar war.
Nein, ich meine eher solche Unglücke wie auf kabel 1, ein Format, das als die größten Eroberer angepriesen wurde. Das Format stellt in aufwendig produzierten Szenen die Feldzüge von so großen Eroberern wie Attila, Richard Löwenherz usw. dar. Dafür, daß es von der BBC war, erstaunlich ungenau, wie mir auffiel. Manche Szenen kommen zu sehr wie Seifenoper daher, der zeitliche Rahmen wird häufig ungenau umrissen. Na gut, mag der publikumswirksamen Dramaturgie geschuldet sein.
Ich hab dann einmal mich hinreißen lassen, die Taverne war grad leer, klein Asmo sammelte die letzten Gläser ein, da zappte ich drauf und stolperte über die Folge dieser Reihe bezüglich Attila, dem Hunnen-...momentmal, das war doch der Hunnenkönig gewesen, oder? Da ritten also mit Schwertern bewaffnete Männer umher, man sah brüllende bärtige Burschen....aber Hunnen waren das irgendwie nicht. Die wirkten mehr wie Wikinger.
Hätte man nicht wenigstens passende Darsteller zumindest für die Protagonisten wenn nicht für die Statisten finden können? Ich war völlig konsterniert.
Seit Attila, dem Wikinger habe ich mich nicht mehr getraut diese Reihe einzuschalten. Nix gegen Infotainment, aber das war kein Geniestreich! Ich will nicht wissen wieviele Geschichtslehrer da jetzt wieder die Wahrnehmung der Kids vergeblich gerade zu biegen versuchen...
Wer weitere Beispiele für schlechtes und eher skurriles Infotainment kennt, darf sie gerne melden.
Donnerstag, 4. November 2010
Satans-Braten - hier wirds heiß
Ahoi zusammen!
Eine schöne Überraschung gab es heute.
Auf einem anderen Blog wurden in kurzen Worten die Dark Tavern und der Zoo vorgestellt. Das hat mich sehr gefreut und der edle Kollege war der Mike.
Mike führt schon eine Weile den Blog Satans-Braten . Der Blog macht seinem Namen alle Ehre, es geht heiß her, vornehmlich weils ums Kochen geht. Nur ist Mike im Gegensatz zur Tavernencrew tatsächlich ausgebildeter Koch *lach* Aber auch andere Themen, aus dem Leben und dem Alltag gegriffen werden mit einem Schuß Ironie beackert. Sehr schön zum stöbern.
Von daher empfiehlt die Tavernenleitung diesen Blog natürlich gern weiter für den Fall, daß in der Taverne schon alles leergetrunken (respektive durchgelesen) wurde. Und natürlich danken wir Mike für seine Empfehlung unsererseits.
Prost! *mit erhobenem Rum-Glas*
Eine schöne Überraschung gab es heute.
Auf einem anderen Blog wurden in kurzen Worten die Dark Tavern und der Zoo vorgestellt. Das hat mich sehr gefreut und der edle Kollege war der Mike.
Mike führt schon eine Weile den Blog Satans-Braten . Der Blog macht seinem Namen alle Ehre, es geht heiß her, vornehmlich weils ums Kochen geht. Nur ist Mike im Gegensatz zur Tavernencrew tatsächlich ausgebildeter Koch *lach* Aber auch andere Themen, aus dem Leben und dem Alltag gegriffen werden mit einem Schuß Ironie beackert. Sehr schön zum stöbern.
Von daher empfiehlt die Tavernenleitung diesen Blog natürlich gern weiter für den Fall, daß in der Taverne schon alles leergetrunken (respektive durchgelesen) wurde. Und natürlich danken wir Mike für seine Empfehlung unsererseits.
Prost! *mit erhobenem Rum-Glas*
Hausmitteilung: Der Zoo zur Taverne
Ahoi zusammen liebe Leser - auch unsere Neuleser aus Indien und Vietnam. *g*
Wie im letzten Artikel der Rubrik Küche bereits angemerkt wurde, entsteht hinter der Dark Tavern nun auch ein Zoo: Pirats Kreaturen soll ein Fenster in die Welt der animalischen Biodiversität sein, die mich alten Piraten schon immer fasziniert hat. Schließlich begegnet einem beim Weltumsegeln jede Menge, von Haien über Meerjungfrauen und Seeschlangen bis hin zu Kraken und Davy Jones.
Die Arbeiten laufen allerdings teilweise etwas schleppend. Kein Wunder, das mit der Mangrovenqualle zunächst was pflegeleichtes eingezogen ist. An einigen speziellen Gehegen wird halt noch gearbeitet...z.B. wollen wir den Marianengraben und den Himalaya im Maßstab 1:1 nachbauen und das ist eben sehr aufwendig.
Die Rubriken im Zoo werden thematisch unterteilt sein, in Kategorien, die ich mir mal so ausgedacht hab und die hoffentlich eine bunte Mischung hervorrufen, so daß es wenn es sich was gefüllt hat, viel zu stöbern gibt.
Wer also sich an Satire, Meinungsmacherei und Smalltalk in der Taverne gesättigt hat, kann gern kurzweilig auf Kreaturenschau im Zoo gehen. Ich hoffe, er findet Anklang und man wird es mir nachsehen, wenn er sich erst nach und nach füllt.
Yoho, Pirat
Wie im letzten Artikel der Rubrik Küche bereits angemerkt wurde, entsteht hinter der Dark Tavern nun auch ein Zoo: Pirats Kreaturen soll ein Fenster in die Welt der animalischen Biodiversität sein, die mich alten Piraten schon immer fasziniert hat. Schließlich begegnet einem beim Weltumsegeln jede Menge, von Haien über Meerjungfrauen und Seeschlangen bis hin zu Kraken und Davy Jones.
Die Arbeiten laufen allerdings teilweise etwas schleppend. Kein Wunder, das mit der Mangrovenqualle zunächst was pflegeleichtes eingezogen ist. An einigen speziellen Gehegen wird halt noch gearbeitet...z.B. wollen wir den Marianengraben und den Himalaya im Maßstab 1:1 nachbauen und das ist eben sehr aufwendig.
Die Rubriken im Zoo werden thematisch unterteilt sein, in Kategorien, die ich mir mal so ausgedacht hab und die hoffentlich eine bunte Mischung hervorrufen, so daß es wenn es sich was gefüllt hat, viel zu stöbern gibt.
Wer also sich an Satire, Meinungsmacherei und Smalltalk in der Taverne gesättigt hat, kann gern kurzweilig auf Kreaturenschau im Zoo gehen. Ich hoffe, er findet Anklang und man wird es mir nachsehen, wenn er sich erst nach und nach füllt.
Yoho, Pirat
Quallensalat - ja, das gibt's!
Anläßlich der Eröffnung des hinter der Taverne nun angelegten Kreaturenzoo von uns, gibts ein sehr exotisches Gericht seit heute auf der Karte - Quallensalat!
Ich habs noch nicht gegessen, aber unser philippinischer Koch schwört drauf.
Quallensalat
1 kg Mangrovenquallen (Cassiopea andromeda) (lebend)
200 ml Essig
50 ml Zitronensaft
3 EL Sojasauce
2 Zwiebeln
2 Frühlingszwiebeln (Lauchzwiebeln)
2-3 Tomaten
4 Knoblauchzehen
10 g Ingwer
Prise schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
Die Quallen abspülen und vom Schleim befreien (viel Spaß!). Dann die Schirme in Würfel oder Streifen schneiden. Diese Stücke in einem Sieb abtropfen lassen.
Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer feinhacken.
Tomaten in Scheiben schneiden.
Alles zusammen mit den Quallenstücken in eine Schüssel geben und dann Essig, Sojasauce, Zitronensaft hinzugeben und pfeffern.
Gut umrühren, darauf achten, daß die Marinade alles bedeckt und über Nacht bis einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen.
Das ziehen lassen ist wichtig um die paar Nesselzellen, die das Viech hat, zu entladen, bevor man das Ganze futtert.
Wir servieren den Salat als Vorspeise zu in Streifen geschnittenen und im Wok frittierten Quallen....
Wohl bekomms!
Ich habs noch nicht gegessen, aber unser philippinischer Koch schwört drauf.
Quallensalat
1 kg Mangrovenquallen (Cassiopea andromeda) (lebend)
200 ml Essig
50 ml Zitronensaft
3 EL Sojasauce
2 Zwiebeln
2 Frühlingszwiebeln (Lauchzwiebeln)
2-3 Tomaten
4 Knoblauchzehen
10 g Ingwer
Prise schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
Die Quallen abspülen und vom Schleim befreien (viel Spaß!). Dann die Schirme in Würfel oder Streifen schneiden. Diese Stücke in einem Sieb abtropfen lassen.
Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer feinhacken.
Tomaten in Scheiben schneiden.
Alles zusammen mit den Quallenstücken in eine Schüssel geben und dann Essig, Sojasauce, Zitronensaft hinzugeben und pfeffern.
Gut umrühren, darauf achten, daß die Marinade alles bedeckt und über Nacht bis einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen.
Das ziehen lassen ist wichtig um die paar Nesselzellen, die das Viech hat, zu entladen, bevor man das Ganze futtert.
Wir servieren den Salat als Vorspeise zu in Streifen geschnittenen und im Wok frittierten Quallen....
Wohl bekomms!
Dienstag, 2. November 2010
Pirats Kampf mit der Dorade...
Hier in der Taverne haben wir ja unsern virtuellen Chefkoch, aber manchmal muß der edelweiße Pirat auch mal selber ran am Herd.
Zum Beispiel wenn die beste Freundin Geburtstag hatte und auf Besuch kommt.
Ich hatte mir extra dafür ein leckeres Gericht zurechtgelegt, was zugleich ein Versuch sein sollte:
Trigrano-Reis (das ist Langkorn-, Wild-und Camargue-Reis gemischt) mit Doradenfilet, Apfelstücken und Curry-Sauce.
Der Plan an sich war ja einfach. Reis zu kochen is ja einfach. Die Apfelstücke mit Curry anpeppen und in Zitronensaft in der Pfanne kurz angarren - auch einfach. Curry-Sauce aus Zeitgründen auf Basis einer Fertigmischung, verfeinert um zusätzliches Currypulver, ordentlichen Schuß Sahne und ein paar Lorbeerblätter - auch einfach!
Doradenfilet in der Pfanne braten, gewürzt mit etwas Pfeffer, ordentlich Kräutern und Zwiebelringen dazu - in der Theorie einfach.
Wie war das mit Theorie und Praxis? Ich hatte den Plan und wie das mit Plänen so ist, gehen sie den Bach runter sobald der erste Schuß gefallen ist.
Für 14 Uhr 30 war meine Freundin angesagt.
Also denn...um 11 Uhr 50 Aufschlag an der Fischtheke im Supermarkt. Es schien noch alles so einfach.
"Habt ihr Dorade?" "Ja, frisch reingekommen!" Super, dachte ich mir. Dorade gabs nur an Stück. Wußte ich ja vorher. Wie schwer kann es sein, einen Fisch auseinanderzunehmen? Früher mit Forellen hatte es ja auch schon geklappt. "Ist aber schon ausgenommen, oder?" "Ja, klar!" Tatsächlich, ein Längsschnitt am Bauch des Fisches.
13 Uhr 15. Es wurde Zeit die Fische vorzubereiten. Ich hatte zwei gekauft, eine kleinere und eine größere Dorade. Eben noch schnell hier nochmal nachgeschaut, ob ich das filettieren richtig im Kopf hatte. Naja, fast. Die Anleitung wich ein wenig von meiner Erinnerung ab. Nun gut, das mußte nix heißen.
Zuerst die kleine Dorade, als Testlauf. Beim Waschen fällt auf, daß auf einmal Gedärme heraushängen.
Super, die Supermarktfrickel können nichtmal richtig ausnehmen. Also erstmal die Eingeweide rausgekratzt.
Und der Fisch - glotzte...
13 Uhr 20. Der Einschnitt hinter dem Fischkopf ließ sich gut an. Dann zur Seite mit dem Messer vorangearbeitet. Irgendetwas knackt. Hä? Weiter. Es hakte.Wieder ein Knack. Das Messer bleibt stecken. Schließlich muß ich neu ansetzen. Schließlich löst sich ein etwas klein geratenes Stück vom Fisch. Ein leichtes Triumphgefühl überkam mich. Und der Fisch - glotzte...
13 Uhr 30. Der Fisch glotzte mich immer noch an, als mein Siegesgefühl schwand. In der Mitte des Filetstücks waren dicke Knochenstücke. Hatte ich die Wirbelsäule erwischt? Nein, eine Inspektion ergab, daß es nicht die Wirbelsäule war. Aber Doraden sollten doch wenig Gräten haben! Der Versuch diese komische Knochen rauszuoperieren endete damit, daß ein zerfetztes Filetstück quer über Brett und Arbeitsplatte glitschte und mir Fischstücke im Haar hingen. Und der Fisch - glotzte...
13 Uhr 40. Neuer Versuch auf der anderen Seite des Fisches. Zuerst bekomme ich ein flaches Stück tatsächlich abgetrennt und bin guter Dinge. Dann bleibt das Messer wieder hängen. Und wieder diese komischen Knochen! Was ist das? Ne Tschernobyl-Dorade? Beim Versuch das Messer rauszuziehen machts auf einmal blubb und ein Schwall Blut überschwemmt das Brett und fließt darunter. Das Brett pappt an der Arbeitsplatte fest. Halleluja. Das Messer löst sich, wobei Fischteile durch die Gegend fliegen.
Und der Fisch - glotzte....
...bis ich ihm wutenbrannt den Kopf abhackte!
13 Uhr 50. Die Zeit drängte. Die erste Dorade entsorgt, Brett und Arbeitsplatte gewaschen, die zweite Dorade gewaschen (und fertig ausgenommen -.-). Nun stand ich also vor der zweiten, größeren Dorade.
Scheiß auf die Internetanleitung, dachte ich mir. Wie war das damals bei der Forelle? Ach ja...ich hab einfach den Fisch stückweise auseinandergenommen. Allerdings hatte die Forelle auch nie drei oder fünf Wirbelsäulen gehabt. Nun gut, dachte ich mir. Die Doraden wollen Krieg - sie können ihn haben!
Und der Fisch glotzte...
13 Uhr 55. Ich baue mich vor diesem widerspenstigen Fisch auf, in jeder Hand ein 30 cm Edelstahl-Tranchiermesser, im Gesicht ein irres diabolisches Grinsen. Beide lasse ich auf den Fisch los. Schwanzflosse ab, Brustflosse ab. KOPF AB! GENUG GEGLOTZT! Längsschnitt an die Seite gesetzt. Ah, auch hier diese komischen Pseudowirbelsäulen oder was das ist. Sehr knochiger Fisch, die Dorade. Dann nach Rücken und Bauch arbeiten. Der Fisch wehrte sich, glitschte, Messer bleiben hängen, Fischstücke fliegen umher, Blut pulste...aber kein Fisch glotzte!
14 Uhr 05. Brett und Arbeitsplatte sehen aus, als wenn jemand eine Handgranate in einem Fisch gezündet hätte. Fischstücke im Haar, Fischschuppen auf den Klamotten, glitschige Hände. ABER! Auf dem Ablegeteller liegen mehrere kleine Filetstücke! Year, Baby! Das ist immer noch meine Küche!
Jetzt konnte ich mich um den Rest kümmern.
14 Uhr 35: Das Essen ist gerade im Zustand der Endgarung, es klingelt an der Tür, mein Gast ist da. Ich hatte vorher noch schnell die Spuren des Massakers beseitigt...
15 Uhr 15. Nach einer ausgiebigen Mahlzeit sind wir vollgefressen und meine Freundin lobt das wunderbare und leckere Essen. Sie ahnt ja nicht, was dazu nötig war...
Ich habe viel gelernt. 1. kauf nie wieder ganze Fische im Supermarkt. 2. kauf nur noch schon filettierte Fische, spart Nerven. Ansonsten ist Dorade tatsächlich sehr lecker.
Übrigens jetzt auch hier in der Taverne: Dark-Tavernen-Dorade mit Curry-Sauce. ;)
Zum Beispiel wenn die beste Freundin Geburtstag hatte und auf Besuch kommt.
Ich hatte mir extra dafür ein leckeres Gericht zurechtgelegt, was zugleich ein Versuch sein sollte:
Trigrano-Reis (das ist Langkorn-, Wild-und Camargue-Reis gemischt) mit Doradenfilet, Apfelstücken und Curry-Sauce.
Der Plan an sich war ja einfach. Reis zu kochen is ja einfach. Die Apfelstücke mit Curry anpeppen und in Zitronensaft in der Pfanne kurz angarren - auch einfach. Curry-Sauce aus Zeitgründen auf Basis einer Fertigmischung, verfeinert um zusätzliches Currypulver, ordentlichen Schuß Sahne und ein paar Lorbeerblätter - auch einfach!
Doradenfilet in der Pfanne braten, gewürzt mit etwas Pfeffer, ordentlich Kräutern und Zwiebelringen dazu - in der Theorie einfach.
Wie war das mit Theorie und Praxis? Ich hatte den Plan und wie das mit Plänen so ist, gehen sie den Bach runter sobald der erste Schuß gefallen ist.
Für 14 Uhr 30 war meine Freundin angesagt.
Also denn...um 11 Uhr 50 Aufschlag an der Fischtheke im Supermarkt. Es schien noch alles so einfach.
"Habt ihr Dorade?" "Ja, frisch reingekommen!" Super, dachte ich mir. Dorade gabs nur an Stück. Wußte ich ja vorher. Wie schwer kann es sein, einen Fisch auseinanderzunehmen? Früher mit Forellen hatte es ja auch schon geklappt. "Ist aber schon ausgenommen, oder?" "Ja, klar!" Tatsächlich, ein Längsschnitt am Bauch des Fisches.
13 Uhr 15. Es wurde Zeit die Fische vorzubereiten. Ich hatte zwei gekauft, eine kleinere und eine größere Dorade. Eben noch schnell hier nochmal nachgeschaut, ob ich das filettieren richtig im Kopf hatte. Naja, fast. Die Anleitung wich ein wenig von meiner Erinnerung ab. Nun gut, das mußte nix heißen.
Zuerst die kleine Dorade, als Testlauf. Beim Waschen fällt auf, daß auf einmal Gedärme heraushängen.
Super, die Supermarktfrickel können nichtmal richtig ausnehmen. Also erstmal die Eingeweide rausgekratzt.
Und der Fisch - glotzte...
13 Uhr 20. Der Einschnitt hinter dem Fischkopf ließ sich gut an. Dann zur Seite mit dem Messer vorangearbeitet. Irgendetwas knackt. Hä? Weiter. Es hakte.Wieder ein Knack. Das Messer bleibt stecken. Schließlich muß ich neu ansetzen. Schließlich löst sich ein etwas klein geratenes Stück vom Fisch. Ein leichtes Triumphgefühl überkam mich. Und der Fisch - glotzte...
13 Uhr 30. Der Fisch glotzte mich immer noch an, als mein Siegesgefühl schwand. In der Mitte des Filetstücks waren dicke Knochenstücke. Hatte ich die Wirbelsäule erwischt? Nein, eine Inspektion ergab, daß es nicht die Wirbelsäule war. Aber Doraden sollten doch wenig Gräten haben! Der Versuch diese komische Knochen rauszuoperieren endete damit, daß ein zerfetztes Filetstück quer über Brett und Arbeitsplatte glitschte und mir Fischstücke im Haar hingen. Und der Fisch - glotzte...
13 Uhr 40. Neuer Versuch auf der anderen Seite des Fisches. Zuerst bekomme ich ein flaches Stück tatsächlich abgetrennt und bin guter Dinge. Dann bleibt das Messer wieder hängen. Und wieder diese komischen Knochen! Was ist das? Ne Tschernobyl-Dorade? Beim Versuch das Messer rauszuziehen machts auf einmal blubb und ein Schwall Blut überschwemmt das Brett und fließt darunter. Das Brett pappt an der Arbeitsplatte fest. Halleluja. Das Messer löst sich, wobei Fischteile durch die Gegend fliegen.
Und der Fisch - glotzte....
...bis ich ihm wutenbrannt den Kopf abhackte!
13 Uhr 50. Die Zeit drängte. Die erste Dorade entsorgt, Brett und Arbeitsplatte gewaschen, die zweite Dorade gewaschen (und fertig ausgenommen -.-). Nun stand ich also vor der zweiten, größeren Dorade.
Scheiß auf die Internetanleitung, dachte ich mir. Wie war das damals bei der Forelle? Ach ja...ich hab einfach den Fisch stückweise auseinandergenommen. Allerdings hatte die Forelle auch nie drei oder fünf Wirbelsäulen gehabt. Nun gut, dachte ich mir. Die Doraden wollen Krieg - sie können ihn haben!
Und der Fisch glotzte...
13 Uhr 55. Ich baue mich vor diesem widerspenstigen Fisch auf, in jeder Hand ein 30 cm Edelstahl-Tranchiermesser, im Gesicht ein irres diabolisches Grinsen. Beide lasse ich auf den Fisch los. Schwanzflosse ab, Brustflosse ab. KOPF AB! GENUG GEGLOTZT! Längsschnitt an die Seite gesetzt. Ah, auch hier diese komischen Pseudowirbelsäulen oder was das ist. Sehr knochiger Fisch, die Dorade. Dann nach Rücken und Bauch arbeiten. Der Fisch wehrte sich, glitschte, Messer bleiben hängen, Fischstücke fliegen umher, Blut pulste...aber kein Fisch glotzte!
14 Uhr 05. Brett und Arbeitsplatte sehen aus, als wenn jemand eine Handgranate in einem Fisch gezündet hätte. Fischstücke im Haar, Fischschuppen auf den Klamotten, glitschige Hände. ABER! Auf dem Ablegeteller liegen mehrere kleine Filetstücke! Year, Baby! Das ist immer noch meine Küche!
Jetzt konnte ich mich um den Rest kümmern.
14 Uhr 35: Das Essen ist gerade im Zustand der Endgarung, es klingelt an der Tür, mein Gast ist da. Ich hatte vorher noch schnell die Spuren des Massakers beseitigt...
15 Uhr 15. Nach einer ausgiebigen Mahlzeit sind wir vollgefressen und meine Freundin lobt das wunderbare und leckere Essen. Sie ahnt ja nicht, was dazu nötig war...
Ich habe viel gelernt. 1. kauf nie wieder ganze Fische im Supermarkt. 2. kauf nur noch schon filettierte Fische, spart Nerven. Ansonsten ist Dorade tatsächlich sehr lecker.
Übrigens jetzt auch hier in der Taverne: Dark-Tavernen-Dorade mit Curry-Sauce. ;)
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